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X-Men Origins: Wolverine Kritik
Filmkritik von Malte Lorenz
Der noch recht unerfahrene südafrikanische Regisseur Gavin Hood wurde mit der Aufgabe betraut eine glaubwürdige Inszenierung der Geschichte um den Mutanten Logan / Wolverine auf die Leinwand zu bringen.
Mit einem großen Arbeitsaufwand schaffte man es dem Stoff in 107 Minuten Leben einzuhauchen und den Charakter aus dem X-Men Universum ein wenig näher zu beleuchten. Auch wenn die deutsche Version ein wenig entschärft wurde, so bleibt eine Geschichte, die die Ereignisse von frühester Jugend bis hin zur Entwicklung der Waffe X .
Als der junge Jimmy mit ansehen muss, wie der Mann, den er für seinen Vater hält, ermordet wird gerät er so in Rage, dass er mit Spornen, die plötzlich aus seinen Armen schießen den Mörder tötet. Bevor der Mörder seinen letzten Atemzug tut beichtet er, dass dieser in Wirklichkeit sein
Vater wäre und er der Halbbruder eines anderen Jungen namens Victor Creed ist.
Auch dieser ist ein Mutant und verlässt mit seinem Bruder die heimischen Gefilde. Die beiden Brüder ziehen aus um sich auszutoben. Dabei lassen sie keinen Krieg aus in dem sie kämpfen und sich dabei voneinander entfernen. Während Creed (Liev Schreiber) immer mehr zum Tier wird und
sich Sabretooth nennt entwickelt Logan, wie sich Jimmy (Hugh Jackman) nun nennt ein Gewissen. Als bei einer Militäroperation unter Leitung des zwielichtigen William Striker (Danny Huston) Zivilisten getötet werden
sollen quittiert Logan den Dienst und wird friedlicher Holzfäller.
Jahre später spürt ihn sein Halbbruder auf und tötet seine Freundin um seinen Gegner zu demütigen. Logan ist innerlich zerrissen, als Striker erneut auf ihn zutritt und ihm die Chance anbietet durch eine neuartige Legierung in der Lage sein würde Sabretooth zu besiegen. Er erhält ein
Adamantium Skelett und nennt sich von nun an Wolverine. Doch damit beginnt erst das Spiel um Intrigen und Manipulation der Mutanten.
Striker spielt nicht mit offenen Karten und bald wird klar, dass er nicht nur aus Hilfsbereitschaft für Logan da ist.
Wolverine passt zu der neuen Qualität von Comicverfilmungen. Eine durchgängige Geschichte mit packenden Actionmomenten hält den Zuschauer dauerhaft bei Laune ohne ihn zu sehr mit Story oder langen Sequenzen zu
belasten. Dabei gönnt man Wolverine auch ruhige Momente in denen nicht zuletzt für die weiblichen Zuschauer oftmals der Hauptakteur in Nahaufnahme beleuchtet wird.
Technisch hätte Wolverine noch ein wenig Feinschliff gefehlt. Nicht nur durch die Entschärfung der Szenen für den deutschen Markt entstehen einige Schnitte, die dem Fluss des Films entgegenwirken. Doch am meisten
fällt der mangelnde Schliff an einigen Effekten auf, die einen kleinen Tick zu steril in manchen Situationen wirken.
Doch von diesen Kleinigkeiten abgesehen ist Wolverine ein Feuerwerk, wie man es erwarten konnte. Die Akteure wirken in ihren Rollen überzeugend und fügen sich glaubhaft in das X-Men Universum, auch wenn man das bekannte Universum an einigen Stellen ein wenig frisiert.
Wolverine ist actiongeladenes, kurzweiliges Kino mit einer gehörigen Portion trockenem Humor und nur kleinen Schwächen.
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tonne@allontv.de
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